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Südsudan: Saat und Ernte

Trotz diverser Friedensabkommens zwischen der Regierung des Südsudans, der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee und den Oppositionsgruppen kommt der Südsudan nicht zur Ruhe. Der anhaltende Bürgerkrieg ist einer der Gründe, warum über 7 Millionen Menschen im Land von Unterernährung bedroht sind.

Hier hat unsere Hilfe eingesetzt. Wir haben 1570 Haushalte mit Saatgut versorgt und in Mustergärten den Anbau von Gemüse gelehrt. Zudem wurden 36 Landwirte speziell geschult. Diese geben das Wissen nun an andere weiter. Das Projekt war sehr erfolgreich. Im Schnitt hat jeder Haushalt aus 3,2 Kilo Saatgut einen Ertrag von 150 Kilo erwirtschaftet. 40% der Begünstigten der Verteilung von Gemüsesaatgut gaben an, dass sie genug Gemüse für ihren Familienverbrauch produzierten. Einige konnten sogar einen Überschuss erzielen und auf dem Markt verkaufen.

Akech Uyol ist Waise und lebt bei seiner Tante in Aroyo. Dort besucht er unsere Schule. Akech ist einer der Nutznießer der Saatgutausgabe. Er pflanzte 3 kg Sorghum-Samen und erntete im November 160 kg. Damit will er seine Landwirtschaft in diesem Jahr ausbauen. Akech sagt: »Ich möchte meinen Ertrag vergrößern und 300 kg Sorghum produzieren, um meine eigene Kleidung, Schulhefte und Stifte zu kaufen. Ich glaube, wenn ich mehr Ausbildung in der Landwirtschaft bekomme, kann ich ein guter Landwirt werden und genug Lebensmittel produzieren, um meiner Familie zu helfen.«